MUSEUMSIMPRESSIONEN

Dorf- und Heimatmuseum Winterbach

Das 1776 errichtete Gebäude überliefert in anschaulicher Weise die Struktur eines ortstypischen Bauernhauses, bei dem Wohnen, Vieh- und Vorratshaltung unter einem Dach untergebracht waren.

Ansicht vom Herdfeld

Der 1910 errichtete Anbau mit dem Altenwohnteil ist sozialgeschichtlich interessant.

Ansicht des Altenteils

Das Gebäude selbst überliefert in anschaulicher Weise die Struktur eines ortstypischen Bauernhauses.

Eine weitere Besonderheit ist der immer noch bewirtschaftete große Bauerngarten mit Backhaus. Vergleichbares findet man im mittleren Remstal nicht mehr.

Aus diesen Gründen hat die ganze Anlage selbst schon musealen Charakter und wurde wegen seines dokumentarischen und exemplarischen Wertes auch unter Denkmalschutz gestellt.

Sammlungsschwerpunkte sind:

Landwirtschaftliche Geräte

Bäuerliches und bürgerliches Wohnen in originalgetreu ausgestatteten Stuben

Flachs- und Leinbearbeitung, dörfliches Handwerk sowie Archäologie und Geschichte von Winterbach

Ein Glanzstück des Museums ist die von Ruth Nachtrieb aufgebaute breit gefächerte Puppen- und Spielzeugsammlung auf der füheren Bühne

Literarische Gedenkstätte „J. Palmer-Stube“
gefördert von der Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg.

Der Winterbacher Heimatdichterin Julie Kern (Pseudonym: Julie Palmer) ist seit 1984 im Heimatmuseum ein Raum gewidmet, der teilweise mit ihren Möbeln ausgestattet ist. Julie Palmer - Kern (1858 -1938) schrieb in schwäbischer Mundart Gedichte, Erzählungen, kleine Theaterstücke und den Dorfroman "D' Molerna (Die Malerinnen). Hier zeichnet sie humorvoll und die Menschen genau beobachtend ein Bild vom Geschehen in einem kleinen Dorf der Jahrhundertwende.

Die Betreuung des Dorf- und Heimatmuseums und damit der „J.Palmer-Stube“ ist eine der Aufgaben des Heimatvereins und in diesem Rahmen finden auch alljährlich ein Literarischer Abend, eine Literaturfahrt und ein sommerlicher Lesenachmittag in der Reihe „Orte für Worte“ in besonders schönen Winterbacher Höfen, Gärten und anderen Plätzen statt. Inhaltlich geht es dabei immer im weitesten Sinn um „württembergische“ Literaten.

Die literarische Gedenkstätte J. Palmer-Stube wird betreut von Inge Hager, Lerchenstraße 45, 73650 Winterbach, Tel. O7181/74843.


Ebenfalls ist eine Ostdeutsche Heimatstube eingerichtet.

In den originalgetreu ausgestatteten Stuben ist bäuerliches und bürgerliches Wohnen dargestellt. Ebenso wird in der Scheuer und im Futtergang auf die Landwirtschaft mit ihren vielgestaltigen Geräten ausführlich eingegangen. Das Thema Vorratshaltung wird im Keller und an anderen Stellen im Haus dargestellt. Auch eine bäuerliche Waschküche ist aufgebaut. Daneben sind die nachfolgend genannten speziellen Ausstellungsräume eingerichtet:

  1. Dörfliches Handwerk

  2. Flachs- und Leinbearbeitung mit Lichtstube

  3. Winterbacher Wirtsstube

  4. Kleines Weinbaumuseum

  5. Winterbacher Geschichte

  6. Literarische Gedenkstätte Julie Kern/J. Palmer-Stube (Heimatdichterin)

  7. Ostdeutsche Heimatstube

  8. Winterbacher Familienbibeln

  9. Die beiden Weltkriege

In einer ständigen und viel beachteten Sonderausstellung wird die breit gefächerte Puppen- und Spielzeugsammlung präsentiert.